INTERVIEW

Wer führt die Firma PB Swiss Tools, und wie viele Mitarbeitende beschäftigt sie?
Die Eigentümer Max Baumann (CTO) und Eva Jaisli (CEO) leiten die Firma in vierter Generation. An den beiden Standorten Wasen und Sumiswald arbeiten total 160 Personen. Gemeinsam produzieren wir 9 Millionen Werkzeuge pro Jahr.

 

Welches sind die Meilensteine des Familienunternehmens?
Die Erfolgsgeschichte begann 1878 in Wasen im Emmental. Die damalige Schmiede stellte Nasenringe für die Bezähmung von Ochsen her, aber auch Schwingbesen für die Armee und Mausefallen für die Bauern. 1916 übernahm Firmengründer Paul Baumann die Schmiede und gründete das Familienunternehmen PB Baumann GmbH. Seit 1940 produziert es Werkzeuge. Den berühmten ersten Schraubenzieher mit dem roten transparenten Griff wurde von Max Baumann sen. entwickelt. Er ist noch heute Bestandteil unseres Sortimentes, das wir seit 50 Jahren erfolgreich exportieren. Heute wählen die Profis der Industrie und die Heimwerker/innen in mehr als 35 Ländern unsere Premiumwerkzeuge.

 

Warum hat PB Baumann am 1. August 2006 in PB Swiss Tools umfirmiert?
Um die Qualität zu betonen. Jedes PB Swiss Tools Werkzeug  wird ausschliesslich in den betriebseigenen Produktionswerken im Emmental hergestellt und geniesst darum eine zeitlich unbeschränkte Garantie. Seit 130 Jahren setzen wir uns  für den Werk- und Denkplatz Schweiz ein. Mit dieser Tradition bringen wir Fortschritt ins Tal und sichern die Ausbildungs- und Arbeitsplätze in der Randregion.

 

Wie entwickelt sich das Unternehmen?
Wir sind heute ein exportorientiertes KMU, das sich durch Qualitätsführerschaft und Innovation profiliert. Die Firma ist in den letzten Jahren permanent gewachsen. In diesem Jahr hat das Unternehmen zweistellig zugelegt. 66 Prozent des Qualitätswerkzeugs geht in den Export. Im Schweizer Markt haben wir eine hohe Marktdurchdringung erreicht.

 

Welches sind die jüngsten Erneuerungen und Innovationen?
Es ist unser erklärtes Ziel, jedes Jahr mindestens ein neues Produkt auf den Markt zu bringen. 2007 lösen wir dieses Versprechen unter Anderem mit einem neuen Drehmomentgriff für Schraubenzieher ein. Mit diesem kann der Kraftaufwand für das Eindrehen einer Schraube präzis begrenzt werden. Auch unsere Produktion erneuern wir laufend.

 

Wer finanziert diese Innovationen?
25 Prozent des Umsatzes investieren wir wieder in die Firma. Dies ist nur möglich, weil unser Unternehmen absolut schuldenfrei ist. Mit diesem erheblichen Betrag finanzieren wir Produkt- und Prozessinnovationen. Mehrere Maschinen in den Fabrikationsräumen haben wir selber entwickelt. Auch das gehört zu unseren Stärken.

Eva Jaisli
CEO, Chief Executive Officer




In fernen Ländern am Erfolg schrauben
Artikel in der Fachzeitschrift «Handelszeitung».

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