Das Beste wird noch besser

Keine Schraubenzieher liegen so gut in der Hand, wie jene der PB Swiss Tools in Wasen. Denn die Mitarbeitenden der Emmentaler Firma werden nicht müde zu fragen, wie ihre Werkzeuge noch besser werden und sie das Sortiment mit noch mehr Innovation erweitern können.

Für Handwerker muss ein Gang durch den Betrieb der PB Swiss Tools etwa so verführerisch sein, wie die Besichtigung einer Schokoladefabrik für Schleckmäuler. Selbst wenn man nicht täglich Schrauben lockern oder anziehen muss, spürt man, dass hier Grosses produziert wird. Wobei sich „gross“ nicht zwingend auf den Umfang der Werkzeuge bezieht, sondern vielmehr auf die Qualität und das Neue, das entwickelt wird – ja   auch auf die Ästhetik. Das in Regenbogenfarben gehaltene Set mit den Winkelschraubenziehern etwa ist schlicht schön.

Aber die Vielfalt der Farben will weniger die musische Seite ihrer Nutzer ansprechen, als sie in ihrer Effizienz unterstützen. Denn jede Farbe steht für eine bestimmte Grösse, was das langwierige Suchen nach dem passenden Teil erspart. So simpel die Idee, so neu war sie, als der farbcodierte Winkelschraubenzieher RainBow im Jahr 2000 eingeführt wurde. „Inzwischen wurde sie in allen Kontinenten x-fach kopiert“, sagt CEO Eva Jaisli.

Zuhören und reagieren
Die Geschichte, die zu dem erfolgreichen Produkt führte, steht beispielhaft für die Art, wie Innovationen in der 140-jährigen PB Swiss Tools gefördert werden. Mitarbeitende aus Entwicklung, Marketing und Verkauf bilden ein Team, das im Dialog mit den Anwendern an Verbesserungen tüftelt. Es lädt Endverbraucher zu Workshops ein oder schaut den Profis in den Werkhallen bei der praktischen Arbeit über die Schultern. Bei einer solchen Gelegenheit hörten sie, wie sich Ingenieure von Toyota daran störten, dass jeweils bei der Suche nach dem passenden Werkzeug viel Zeit verloren gehe. So entstand die Idee eines Farbkonzepts für Winkelschraubenzieher. „Unsere Produkte sind die Antwort auf ein Problem, das der Kunde lösen will und ihn erfolgreich macht“, fasst Eva Jaisli zusammen.

Die stete Suche nach kreativen Ideen und neuen Lösungen ist der Geschäftsleitung so wichtig, dass sie jedes Jahr 20 Prozent des Umsatzes in die dafür nötigen Ressourcen steckt. Dank diesem Innovationsgeist entwickelte sich die einstige Dorfschmiede in vier Generationen zum Marktführer in Sachen hochwertiger Qualitätswerkzeuge und Instrumenten, die sie heute in 80 Länder liefert. Bestand das Hauptprodukt vor 140 Jahren noch aus Nasenringen für Ochsen, stellt PB Swiss Tools heute Markenprodukte her, die in der Raumfahrt ebenso gefragt sind wie in der Medizinaltechnik. Dass nicht nur das Sortiment eine gewaltige Entwicklung durchmachte, sondern auch die Produktionsprozesse, versteht sich von selbst. Als erst vierte Schweizer Firma integrierte der Betrieb im Emmental bereits 1982 die ersten Industrieroboter. Regelmässig zieht PB Swiss Tools Experten bei und geht Kooperationen mit Instituten, Fachhochschulen und Universitäten ein, um für kommende Entwicklungen gerüstet zu sein. So fragt sich heute nicht mehr nur, was einen Schraubenzieher ausmacht, der optimal in die menschliche Hand passt; es gilt auch zu eruieren, wie ein Werkzeug aussehen muss, das von einem Roboter eingesetzt wird.

Treue Mitarbeiter, treuer Arbeitgeber
Stets neue Produkte, steigender Umsatz, fortschreitende Automatisierung, der Einsatz von Robotern – die Entwicklung zur hochmodernen PB Swiss Tools wäre ohne flexible Mitarbeitende nicht denkbar gewesen. „Aber ich mute ihnen nicht mehr Veränderungen zu, als ich auch Kontinuität sicherstellen kann“, betont Eva Jaisli. Dass das keine leeren Worte sein können, beweist etwa die tiefe Personalfluktuation. Seit Jahren wechseln bloss zwei bis fünf Prozent der aktuell 164 Mitarbeitenden die Stelle. Letzthin hat die Firma einen Mitarbeiter verabschiedet, der 48 Jahre für sie tätig war. Er hat miterlebt, wie Roboter gewisse Arbeitsprozesse übernahmen und wie immer mehr Produkte auf der ganzen Welt gefragt wurden. Zwei Drittel der 12 Millionen Werkzeuge der PB Swiss Tools werden exportiert. 2013 hat die Emmentaler Firma in China eine Tochtergesellschaft gegründet. Ein Team von qualifizierten chinesischen Mitarbeitern kümmert sich nun darum, die Qualitätswerkzeuge aus dem Emmental im chinesischen Markt einzuführen.

Doch eines hat sich nie geändert, seit der Urgrossvater von Eva Jaislis Ehemann Max Baumann 1878 die Dorfschmiede gegründet hat: PB Swiss Tools gehört zu den wenigen exportorientierten Schweizer Firmen, die ihre Produkte nach wie vor zu 100 Prozent in der Schweiz entwickeln und herstellen. Zu wichtig sind ihr das hohe Ausbildungsniveau hierzulande und die Kooperation mit Schweizer Hochschulen. Max Baumann, CTO und Eva Jaisli, CEO wollen unverwechselbare Innovation und Qualität garantieren können. Das setze voraus, dass Rohmaterialen, Prozesse und Ergebnisse vor Ort kontrolliert werden und man rasch reagieren kann, wenn Anpassungen nötig sind. „Das ist einfacher, wenn die Kompetenz gebündelt und die Wege kurz sind“, nennt Eva Jaisli weitere Gründe, weshalb auch der starke Franken die Produktionsstandorte im Emmental nicht in Frage stellen konnten. 100% made in Switzerland ist der einzige Punkt, auf dem die Firmenleitung verharren will. Ansonsten ist sie getrieben von der Frage, was sie ändern kann, damit ihre Werkzeuge und Instrumente noch besser werden und das Versprechen «Work with the best» eingehalten werden kann.

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