140 Jahre PB Swiss Tools: Limited Edition zum Jubiläum
Unsere Rolltaschen und Werkzeug-Etuis sind beliebt als hochwertige, originelle und persönliche Geschenke – zum Geburtstag, zur Konfirmation, zur Hochzeit oder zum Einzug ins Eigenheim. Kein Wunder: Das richtige Schraubwerkzeug ist immer willkommen – und im High-Tech-Bereich ebenso einsetzbar wie in der Montage und zuhause. Aus Anlass unseres 140-Jahre-Jubiläums bieten wir unsere Klassiker als Limited Edition an: Die Rolltasche: Schraubenzieher-Set mit sieben vergoldeten 23.6 Karat Wechselklingen und mit SwissGrip Griff, zwei Elektronik-Schraubenzieher für Schlitzschrauben mit drehbarer Kappe sowie eine Reibahlen-Wechselklinge in kompakter, schwarzer Rolltasche. Das Werkzeug-Etui: graues Werkzeug-Etui mit sieben Wechselklingen und mit SwissGrip Griff, farbiges Winkelschraubenzieher-Set mit Kugelkopf für Innensechskant-Schrauben, zwei Elektronik-Schraubenzieher für Schlitzschrauben mit drehbarer Kappe, eine Reibahlen-Wechselklinge sowie Spannungsprüfer mit Clip. Die beiden kompakten PB Swiss Tools Werkzeugsets sind ideale Grundausstattungen mit professionellen Quality Hand Tools. Jetzt bestellen
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Mit Morgenturnen fängt es an
Mit Angeboten wie Morgenturnen, Ergonomie am Arbeitsplatz, Nichtraucher-Seminaren und einem Fitnessraum unterstützen wir unsere Mitarbeitenden bei der gesunden Lebensführung. Auf geht’s zum Betriebsrundgang mit Fotoreportage! Morgenturnen Recken und Strecken in der Produktion... … und in der Administration. Die Übungen sind abgestimmt auf die Tätigkeiten der Mitarbeitenden. Fingergymnastik für Tastatur-Geplagte. Ergonomie am Arbeitsplatz: Stehpulte Sitzen oder stehen? Die Mitarbeitenden in der Administration wechseln ab. Auch bei den Stühlen achten wir auf ergonomische Kriterien. Ergonomie in der Produktion: Damit Mitarbeitende mit unterschiedlicher Körpergrösse sich am selben Arbeitsplatz wohl fühlen, kann die Höhe der Arbeitstische eingestellt werden. Die Höhe des Arbeitstischs wird ganz einfach per Knopfdruck reguliert. Ergonomie am Arbeitsplatz: Werkstühle und Anti-Ermüdungsmatten Ulrich Röthlisberger, Montage Drehmoment und Kalibrierung, Körpergrösse 1,93 m: «Auf dem alten Werkstuhl hatte ich oft Rückenschmerzen und kam regelmässig ins Schwitzen wegen der Kunststoff-Oberfläche. Dann gab man mir diesen Stuhl zum Ausprobieren – und ich wusste gleich: Der bleibt !» Peter Trüssel richtet montierte Klingen – eine Arbeit mit immer gleichen Bewegungen. Die Matte, auf der er steht, ist keine gewöhnliche: «Ich habe die Anti-Ermüdungsmatte von meinem Vorgänger übernommen und finde das Arbeiten damit viel angenehmer.» Anti-Ermüdungsmatten bieten mehr Steh-Komfort. Das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll: Ein Polster reduziert die Belastung von Muskeln und Gelenken bei stehender Arbeit. Der Früchtekorb Sehr beliebt: Jeweils am Montag bestücken wir die Früchtekörbe, aus denen sich unsere Mitarbeitenden gratis bedienen können. Meist sind die Körbe schon nach wenigen Tagen leer. Nichtraucher-Seminare nach der «Easyway»-Methode Sie haben die Chance gepackt: Rita Gerber und Peter Schenk haben am Nichtraucher-Seminar nach der Methode Easyway teilgenommen. Die Firma übernimmt die Seminarkosten und stellt Teilnehmende für die Dauer des Trainings (1 Tag) vom Dienst frei. Fitness-Raum rund um die Uhr Wenige Meter vom Firmengebäude befindet sich der Fitness-Raum. Unsere Mitarbeitenden haben rund um die Uhr Zugang und können ihn gratis benutzen. Sehtest und korrigierte Schutzbrillen Mit Adleraugen bei der Sache: Arbeiten wie die Qualitätskontrolle unter der Lampe erfordern grosse Konzentration und Aufmerksamkeit. Wer gut sieht, wird weniger müde und geniesst mehr Komfort bei der Arbeit. Deshalb bieten wir auch einen Sehtest und entsprechend korrigierte Schutzbrillen als Dienstleistung an. Skitag mit Anhang Einmal pro Saison organisieren wir einen Skitag an einem Wochenende und laden unsere Mitarbeitenden dazu ein. Wer will, bringt seine Familie mit. In Planung: Hörtest Ernährungstipps für schnelle und gesunde Mahlzeiten am Mittag Gesund und fit bei Arbeit und Freizeit: In diesem Jahr veröffentlichen wir mehrere Beiträge zu diesem Thema, nämlich Ergonomie am Arbeitsplatz Aktion «Bike to Work» (findet im Juni statt) Nichtraucher-Seminare nach der Easyway-Methode Bleiben Sie dran!
Eva Jaisli erreicht den dritten Platz zur Unternehmerin des Jahres 2017
Sie zwängt sich durch die engen Sitzreihen, begrüsst jeden der zwanzig Wirtschaftsjournalisten mit Namen und Handschlag, dann besteigt sie das Podest mit dem Ems-Logo und legt los: Das nächste Jahr, das werde noch härter, noch herausfordernder, lautet die wiederkehrende Botschaft an der Bilanzpressekonferenz. Obwohl das makroökonomische Umfeld volatil ist, der Franken überbewertet und der Wettbewerb knüppelhart, eilt Ems-Chemie unter Magdalena Martullo-Blocher von Rekord zu Rekord – garstiges Umfeld hin oder her. Ihr anhaltender Geschäftserfolg wird von der Leserschaft der « Handelszeitung » honoriert: Sie hat die Ems-Chefin in einer Abstimmung zur «Unternehmerin des Jahres 2017» gekürt. Die Abstimmung wure von der «Handelszeitung» und der Schweizer Kader Organisation «SKO» durchgeführt. Es ist das erste Mal, dass die Zürcher Industrielle ganz oben steht. Eine weitere Novität aus dem Jahr 2017: Zum ersten Mal haben es hinter Martullo-Blocher gleich zwei weitere Unternehmerinnen aufs Podest geschafft: Auf Rang 2 figuriert Lea von Bidder, Co-Gründerin der Medtech-Firma Ava, und auf Rang 3 Eva Jaisli, Chefin der Instrumentenfirma PB Swiss Tools. Erst nach diesem Trio folgt Nick Hayek, Chef der Swatch Group. Das Blut des Unternehmens Doch die höchste Ehre gebührt dieses Jahr Martullo-Blocher. Kaum ein börsenkotierter Konzern ist so erfolgreich wie ihre Ems-Chemie. Die Aktie hat in den letzten zwölf Monaten um 29 Prozent zugelegt, doppelt so viel wie der SMI-Leitindex. Ihr Erfolgsrezept: «Mit unseren innovativen Hochleistungskunststoffen können die Kunden Kosten und Gewicht einsparen.» Das sei gerade bei hoch beanspruchten Bauteilen etwa in Autos, Smartphones oder Industrieapparaten ein Trumpf. Und davon werden weltweit immer mehr abgesetzt Der Fokus auf Innovation, der bringts. Seit sie 2004 vom Vater übernommen hatte, hat sich der Wert der Firma fast versiebenfacht. Die Mehrheitsaktionärin und ihre Mitaktionäre freut es. Sie profitieren vom Höhenflug und kassieren eine Dividende plus eine Sonderdividende, die stets erhöht wird. «Das Ergebnis ist das Blut des Unternehmens», lautet der erste Führungsgrundsatz der Chefin. Der Zweite: «Jeder EMSer ist ein Ergebnisbringer.» Das hat mittlerweile jeder begriffen, der bei der Chemiefirma angestellt ist. Die Geschäftsleitung habe die kurz-, mittel- und langfristige Zielerreichung sicherzustellen. Am Firmensitz in Domat/ Ems GR wird nichts dem Zufall überlassen. Die Chefin sagt: «Businesspläne müssen hinterfragt, Zwischenziele kontrolliert und bei Bedarf Korrekturen angebracht werden.» Frankenschock überwunden Der Erfolg im «Handelszeitung»-Ranking ist keine Eintagsfliege. Martullo-Blocher und ihre Ems-Chemie etablierten sich in den letzten Jahren stets in den ersten fünf Rängen, die drittklassierte Eva Jausli figurierte stets in den Top 10. Die beiden Industriellen haben den Frankenschock vom 15. Januar 2015 weggesteckt und ihre Unternehmen mit sicherer Hand durch Finanzkrise und Europaflaute navigiert. «Jammern bringt nichts», lautet Martullo-Blochers Mantra. So tickt auch Jaisli, die PB Swiss Tools aus dem Emmental seit zwanzig Jahren führt. «Wir treiben Neuentwicklungen voran und stärken so unseren Anspruch als Innovationsführer.» Ein Viertel des Umsatzes wird ins – gänzlich schuldenfreie – Familienunternehmen gesteckt. Es rechnet sich, denn so werden Betriebsabläufe gestrafft und die Produktion im Berner Hinterland wird sichergestellt. Jaisli sieht sich als Unternehmerin verantwortlich für faire Anstellungsbedingungen, eine sinnstiftende Firmenkultur und ebenfalls die Vergabe von Aufträgen in der Region. «Es ist meine tiefe Überzeugung, dass herausragende unternehmerische Leistung langfristig nur in gegenseitiger Loyalität von Arbeitgebenden und -nehmenden möglich ist», so die Unternehmerin. Anerkannt wurde die Burgdorferin Jaisli dafür von vielen Seiten. Etwa von der Universität Bern, von der sie den Ehrendoktortitel erhielt. Devise: Nicht jammern Passend zur weiblichen Vorherrschaft auf der diesjährigen Liste der erfolgreichsten Unternehmer und Unternehmerinnen des Jahres ist auch Jaislis Anliegen, den Frauenanteil in ihrer Firma hoch zu halten. Bei PB Swiss Tools sind es inzwischen 30 Prozent auf sämtlichen Produktions- und Hierarchiestufen, obwohl der Bereich Werkzeugtechnik eine Männerdomäne ist. Auch hier gilt die Devise: Nicht jammern, sondern ändern. Zwischen die beiden Industrie-Schwergewichte Martullo-Blocher und Jaisli hat sich in der Gunst des Publikums die erst 27-jährige Lea von Bidder geschoben. Die Zweitrangierte ist eine Unternehmerin der nächsten Generation. Sie beschreibt sich selber als «extrem ambitioniert» und agil. Mit 22 Jahren gründete sie gemeinsam mit einer Studienkollegin eine Schokoladenmarke in Indien und zog für zwei Jahre nach Bangalore, anschliessend wirbelte sie in China. Nun lebt sie im Silicon Valley, wo sie mit Kollegen den Hormon-Tracking-Armband-Hersteller Ava gründete; das Armband soll Frauen beim Kinderwunsch weiterhelfen. In der Startup-Szene ist die Zürcherin ein Star. Eine hundertköpfige Fachjury der «Handelszeitung» hat ihre Firma Ava zum Startup des Jahres 2017 gekürt. Kürzlich setzte sie das US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» auf die angesagte Liste «30 under 30» im Bereich Healthcare. Was ihr diese Ehre einbrachte: «Forbes» spürt weltweit die hellsten Jungunternehmer, Innovatoren und Game Changer auf. Zu ihnen gehört auch von Bidder. Vor kurzem wurde im Jungunternehmen das tausendste Ava-Baby gefeiert, also ein Neugeborenes, das dank dem Hormon-Tracking-Armband zur Welt kam. Momentan ist von Bidder mit dem Management des Firmenwachstums beschäftigt: Märkte analysieren, Teams vor Ort aufbauen, Vertriebskanäle testen. Ihr Antrieb ist das Gefühl, «an etwas zu arbeiten, das wirklich wichtig ist». Originallink: https://www.handelszeitung.ch/management/ranking-unternehmer-des-jahres-martullo-blocher-siegt
Zielgerichtete Kommunikation setzt Professionalität voraus
usic news: Recherchiert man über Sie und PB Swiss Tools, erhält man schnell den Eindruck, dass Ihnen Kommunikation sehr wichtig ist. Ist dieser Eindruck richtig? Eva Jaisli: Diese Wahrnehmung ist richtig. Ich messe der internen wie auch der externen Kommunikation grosse Bedeutung bei. Nach aussen ist mir die auf Zielgruppen ausgerichtete Kommunikation sehr wichtig. Zudem kommunizieren wir nur, wenn wir substanzielle Botschaften haben, über ein klares erständnis zur Zielgruppe verfügen und den Kommunikationskanal bestimmen können. Zielgerichtete Kommunikation setzt eine hohe Professionalität voraus. So verfügen wir heute zum Beispiel über eine standardisierte Vorgehensweise, wie wir neue Produkte bekannt machen. Wenn ich mich beispielsweise mit einem neuen Produkt an die Vertriebspartner wende, dann kenne ich die Namen dieser Personen, weiss, was sie machen respektive brauchen und wie sie die Botschaft aufnehmen. Wir definieren und verfolgen in der Kommunikation aufeinander abgestimmte Ziele. Wenn wir über Social Media Informationen senden, sind die Zielgruppen schwierig zu kontrollieren. Die Digitalisierung bietet für die Kommunikation darum viele neue Chancen, aber auch Risiken. Wie wirkt sich dies konkret in der externen Kommunikation aus? Vor vielen Jahren habe ich in Teamarbeit die Kommunikation ausgebaut und zwar nicht nur die externe, sondern auch die interne. Schlussendlich ist die Zusammenarbeit entscheidend davon abhängig, wie intern der Austausch von Informationen stattfindet. Die Kommunikation ist dann wirklich gut, wenn intern unter Berücksichtigung der Schnittstellen und im Dialog die Aufgaben gelöst werden. Das bedeutet, dass wir eine Kultur haben, die Orientierung schafft im Umgang miteinander und was die Kommunikation anbelangt. Für mich müssen interne und externe Kommunikation glaubwürdig und authentisch sein. Ich kann mit meinen Mitarbeitenden nicht anders um- gehen als mit unseren Kundinnen und Kunden. Es ist wichtig, dass wir alle die Kommunikation gleich handhaben und unsere Lieferanten, Kunden und Behörden das erleben, was wir versprechen. Um die Umgangsformen und den Informationsfluss sicherzustellen, haben wir ein internes Leitbild, in welchem nicht nur die Ziele, sondern unsere Werte festgehalten sind. Schaut man sich in Ihrem Unternehmen um, sieht man viele Kommunikationsmaterialien, welche in der Bildsprache mit Frauen arbeiten. Ist dies bewusst so? Ja, das ist so. Frauen und Männer arbeiten mit Werkzeugen. Als logische Folge haben wir uns in den vergangenen Jahren nicht nur mit der Diversität im Haus auseinandergesetzt, sondern auch mit der Diversität unserer Kundschaft. Welche Bedürfnisse haben Frauen, die in den verschiedenen Bereichen unsere Werkzeuge einsetzen, sei das privat oder beruflich; warum kaufen sie es? Wir haben dazu verschiedene Studien unter Berücksichtigung mehrerer Länder gemacht, mit unterschiedlichen Fragestellungen. Wir haben festgestellt, dass Frauen schlicht und einfach ein Profiwerkzeug wünschen und sicher keine spezielle Linie, mit kleineren oder pink gefärbten Griffen. Sie wollen das Werkzeug, das für Profi hergestellt wurde und somit garantiert zuverlässig ist. Unsere Untersuchungsergebnisse ergaben auch, dass Frauen mit Bezug zu ihren Lebenswelten angesprochen werden wollen. Sie wollen beim Einkauf unterstützt und für ihre Kaufentscheide bestätigt werden. Deshalb ist es wichtig, die Kundenpräferenzen zu kennen und zu verstehen. Immer mehr Frauen übernehmen auch in Paarbeziehungen die Heimwerkerarbeiten. Aus den demografischen Entwicklungen lesen wir, dass es immer mehr Einelternhaushalte gibt. Es ist deshalb logisch, dass bei einer Trennung eine zweite Werkzeugkiste angeschafft wird und auch im Einsatz steht. Studien in Europa zeigen auf, dass heute im Grossfachhandel mehr Werkzeuge von Frauen gekauft werden als von Männern. Das sind spannende Entwicklungen. «Eine Firma muss ein Gesicht haben», ist eine Aussage von Ihnen. Warum ist dies aus Ihrer Sicht wichtig? Wir sind ein führender Markenprodukthersteller, der sich in Marktnischen positioniert und High-End-Produkte zu 100 Prozent in der Schweiz fertigt. Nicht nur Qualität spielt dabei eine wesentliche Rolle, sondern auch Innovation. Wir wollen nicht nur den heutigen Bedürfnissen gerecht werden, sondern auch auf zukünftige Anliegen Antworten geben können. Unsere Marke verspricht darum Qualität und Innovation. Damit man sich auf den Mehrnutzen so richtig verlassen kann, braucht es eine Marke, die Vertrauen und Identifikation schafft. Ihre Wirkung ist wie ein Leuchtturm, der Orientierung schafft. Demzufolge steht unsere Marke für Neuheiten und Sortimentsartikel von hoher Qualität. Das Interesse für Neuheiten entsteht oft mit den Informationen in attraktiv gestalteten Webseiten. Darum achten wir als Hersteller ganz besonders auf die Aktualisierung. Die Überzeugung für Neues wird durch top Präsentation und gute Beratung im Handel erzielt, wenn Interessierte das Produkt in die Hand nehmen können und dadurch die Haptik und die Qualität erfahren. Und ähnlich verhält es sich auch mit der Marke. Wenn sie an Bekanntheit gewinnt, schärft sich ihr Profil. Damit steigen die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen. Sie treten oft in der Öffentlichkeit auf, um PB Swiss Tools ein Gesicht zu geben. Welches Selbstverständnis braucht es dazu? Und gehört dieses Selbstverständnis zur Rolle des Unternehmers resp. der Unternehmerin? Ich glaube ja, aus verschiedenen Gründen. Indem ich in den Dialog mit verschiedenen Gruppen trete, gebe ich das Signal für Offenheit. Ich will wissen, was unsere Zielgruppen interessiert, was sie wollen und wie PB Swiss Tools bei ihnen ankommt. Vielleicht haben die Zielgruppen auch kritische Fragen an mich und diese höre ich nur, wenn ich mich in ihre Nähe begebe und mich für einen Dialog zur Verfügung stelle. Auf der anderen Seite weiss ich, dass mit Öffentlichkeitsarbeit unsere Botschaften Kraft gewinnen. Ich stehe zu 100 Prozent für unsere Angebote ein und sende entsprechende Botschaften. Das ist vertrauensbildend. Dieses Vertrauen ist besonders in kritischen Zeiten viel wert. So war es, als ich während der Finanzkrise öffentlich deklarierte, dass wir einen Stellenabbau nicht umgehen können und alles daran setzen, für die Entlassenen eine Stelle zu finden. Mit Inseraten haben wir unsere Kommunikation verstärkt und unseren Mitarbeitenden Stellen vermittelt. So können negative Botschaften auch eine positive Wirkung haben. Eine ähnliche Situation ergab sich beim SNB-Entscheid im Januar 2015, als wir trotz grossen Unsicherheiten und einem Preiszerfall von 16 Prozent unsere Zusage für ein SRF Filmprojekt erteilten. Aus der Erfahrung der Finanzkrise habe ich gelernt, dass klare und kontinuierliche Kommunikation nach innen und aussen nur Vorteile schafft. Sie produzieren technische Produkte und Technik ist nicht einfach zu kommunizieren, weshalb PB Swiss Tools oft den Nutzen der Technik, also den Mehrwert für den Konsumenten, ins Zentrum stellt. Wie sind Sie zu dieser Einsicht gekommen? Gerade technische Produkte sind oft kostspielig und erklärungsbedürftig. Das gestaltet den Verkaufs- und den Einkaufsprozess relativ komplex. Die Aufmerksamkeit wird immer dann geweckt, wenn der Verkäufer darauf aufmerksam machen kann, was aus Sicht des Käufers oder der Käuferin der Mehrnutzen ist. Wenn ich einer Käuferin klar sagen kann, was ihr besser gelingen wird, wenn sie einen unserer Schraubenzieher im Einsatz hat, fühlt sie sich erstens in ihrem Bedürfnis verstanden und zweitens kann ich ihr zu verstehen geben, von welchem Mehrnutzen sie wiederholt profitieren wird. Anwendungshinweise zu vermitteln ist insbesondere bei jenen wichtig, welche wenig Fachkenntnis haben. Letztendlich geht es darum, unseren Kunden in enger Kooperation mit dem Handel die richtige Lösung anzubieten. Die Firma ist seit Jahrzehnten auf Qualität, Innovation und die Automatisierung mit neuer Technologie ausgerichtet. Ich bin seit zwanzig Jahren im Unternehmen und darauf bedacht, einen herausragenden Produktwert zu erzielen. Heute legen wir mehr Wert auf die Kommunikation der unverwechselbaren Qualität als früher. Nicht nur wir fokussieren auf Omni-Channel-Kommunikation. Im globalen Wettbewerb muss Differenzierung auch im Auftritt sichtbar werden. Mit den richtigen Botschaften kreieren und initiieren wir Nachfrage. Digitalisierung und Globalisierung fordert uns heraus, die Auswahl der Inhalte noch gezielter auf die Anspruchsgruppen und Kommunikationswege abzustimmen. Die vertrauensbildende Wirkung ist für die Auswahl entscheidend. Eine starke Marke entsteht durch hohen Produktwert. Das ist eine grosse Chance für Ingenieurinnen und Ingenieure, die bedarfsorientierte und wettbewerbsfähige Produkte entwickeln. Darauf gilt es ohne Zweifel aufzubauen. Sie haben mal gesagt, dass sich ein Produkt nicht über den Preis verkauft, sondern über dessen Güte. Was verstehen Sie darunter? Das betrifft wieder die Frage des Mehrnutzens. Es ist der individuelle Wert, warum eine Person eines unserer Produkte ausgewählt hat. Es ist die Antwort auf ein Problem, das eine Person mit und durch unser Produkt lösen kann. Darum sind wir in der Kommunikation sehr darauf bedacht, gezielte Botschaften an die Anwenderinnen und Anwender, aber auch an den Handel zu senden. Sie betonen immer wieder, dass Ihre Produkte die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden abdecken müssen. Wie schaffen Sie und Ihre Mitarbeitenden es konkret, die Bedürfnisse zu erkennen? Indem Mitarbeitende aus der Entwicklung, aus dem Marketing und dem Verkauf ein Team bilden, zu den Endverbrauchern gehen und ihnen über die Schultern schauen. Die Aussendienstmitarbeitenden unserer Vertriebspartner stehen in kontinuierlichem Dialog mit AnwenderInnen und übermitteln uns ihre Erkenntnisse. Unsere EntwicklerInnen setzen sich mit den Anwenderbedürfnissen auseinander und suchen Lösungen, wie sie die Kundenerfordernisse erfüllen können. Sie finden heraus, wie der Prototyp und die Serienfertigung gestaltet werden müssen, um allen Anforderungen zu entsprechen. Wir führen auch Workshops durch, zu welchen wir gezielt Anwenderinnen und Anwender einladen. Auch EinkäuferInnen gehören dazu, weil wir von ihnen mehr über die individuellen Anliegen lernen können. Diese Form der Inspiration und Prüfung wenden wir auch an, wenn wir Prototypen testen. Workshops dienen auch dazu, uns mit Trends auseinanderzusetzen. Ein Beispiel ist der Bedarf an Elektromotoren. Es stellen sich uns die Fragen, für welche Technologie welche Schrauben und Verbindungsteile eingesetzt werden. Mit Desk Research können aufschlussreiche Informationen eingeholt werden. In Ergänzung sind die Beobachtungen in der Produktion unentbehrlich. Darum gehen unsere Mitarbeitenden zu den Profis in die Werkhallen, in welchen Elektromotoren montiert oder repariert werden und schauen sich die Problemstellungen vor Ort an. Was wird gebraucht, mit was ist man zufrieden oder was hätte man gerne anders? Wir erkennen also Trends, versuchen die Problemstellung zu verstehen und einzukreisen und erstellen dann entsprechende Prototypen. Wir arbeiten aber auch mit Instituten, Fachhochschulen und Universitäten zusammen und eruieren, wie beispielsweise ein Schraubwerkzeug aussehen muss, welches von Robotern ein- gesetzt wird. In enger Kooperation mit Experten schauen wir uns diese Fragestellungen an und ermitteln, wie zeitnah eine Entwicklung stattfinden wird und welche Anforderungen sich daraus ergeben. Die Diversifizierung der Mitarbeitenden hinsichtlich Alter und Geschlecht ist für Sie ein Mittel zum Zweck. Sie sind davon überzeugt, dass damit die Innovation gefördert wird. Können Sie uns konkret ein Produkt nennen, welches aus einem diversifizierten Team entstanden ist? Also die Einführung der Color Codes (Anm.:Werkzeug mit grössenspezifischer Farbcodierung) wäre ohne diversifiziertes Team nicht zustande gekommen. Wir haben dieses Werkzeug 2000 eingeführt. Wenn wir Geschäftsreisen zu unseren Geschäftspartnern unternehmen, besuchen wir auch Endkunden. So wurden wir in ei- nem Gespräch mit Ingenieuren von Toyota über den Zeitbedarf bei der Suche des richtigen Werkzeugs informiert. Die Idee für ein Farbkonzept kam am Abend beim Bier auf den Tisch. Nach der Rückkehr in die Schweiz haben wir verschiedenste Varianten in Entwicklung und Produktion geprüft. Die Caran d’Ache Farbstifte haben uns inspiriert. Wir haben einen Prototypen erstellt und ihn intern und extern in die Vernehmlassung gegeben. Etliche Rückmeldungen haben darauf hingewiesen, dass buntes Werkzeug von Männern nicht erwünscht ist. Trotz dieser Vorbehalte hat das divers zusammengesetzte Verkaufsteam entschieden, die Neuheit im Markt einzuführen. Eine Einkäuferin hat uns den Entscheid erleichtert, indem sie die Neuheit für eine Promotion auswählte und mit der Weltneuheit den Umsatz steigerte. Ich war sehr überrascht, wie schnell sich das Produkt am Markt durchsetzte. Ein klares Zeichen dafür, dass die Farbcodierung funktional und attraktiv ist. Einfach, wirksam und zeitsparend in der Anwendung, das hat auch die Männer überzeugt. Fast jeder Werkzeughersteller hat heute die Idee kopiert und in ähnlicher Form im Sortiment integriert. Sie haben mal gesagt, dass die Investitionsfähigkeit wichtig sei, vor allem für Unternehmen, welche innovationsgetrieben sind. Stellen Sie «Tüftelbudgets» zur Verfügung? Und mit welchen anderen strukturellen Massnahmen stellen Sie die Innovationsfreudigkeit sicher? Ressourcen sind der Schlüssel zur Innovation. Darum sind Freiräume und unterschiedlich qualifizierte Mitwirkende Voraussetzungen für Kreativität. In ausgeklügelten Prozessen und verschiedenen Formen der Organisation fliessen die Ideen ein und werden von einem divers zusammengesetzten Team bearbeitet. Weitere Personen werden je nach Fragestellung beigezogen. Es werden Lösungen gesucht, um sicher zu gehen, dass mit der Problemlösung ein Kundenbedürfnis abgedeckt werden kann. Dabei ist das Potenzial für kundenorientierten Mehrnutzen und erweiterte Marktanteile von Bedeutung. Investitionsbereitschaft ist bereits für die Vorstudie notwendig. Die daraus gewonnenen Ergebnisse entscheiden, ob ein Studienauftrag erteilt wird. In dieser Phase investieren wir, ohne zu wissen, ob wir später damit Ertrag erzielen können. Vorstudien ordnen wir darum dem «Tüftelbudget» zu. Mit- arbeitende werden dafür freigestellt, Bedürfnissen und Bedarf nachzuspüren. Ein Zitat von Ihnen ist: «Die Unternehmerin führt sich und andere auch in Zeiten der Veränderung. Orientierung an Werten als Antwort auf weniger Stabilität, Sicherheit und Steuerbarkeit im Kontext permanenten Wandels ist wichtig». Was bedeutet dieser «Leitsatz» in Ihrem Unternehmensalltag? Ich mute meinen Mitarbeitenden so viele Veränderungen zu, wie ich auch Kontinuität sicherstellen kann. Das trifft natürlich auf jene Situationen zu, die ich beeinflussen kann. Im Unter- schied zu exogenen Herausforderungen, die ich annehmen muss, um dann im Führungsteam zu entscheiden, wie wir damit umgehen: Stichwort Finanzkrise. Veränderungen konfrontieren uns mit Chancen und mit Risiken. Sie stehen sehr oft in unmittelbarem Zusammenhang von gesellschaftlichem Wandel, Entwicklungen in der Wirtschaft usw. Darum sind sie komplex und anspruchsvoll beim Bearbeiten. Wir suchen danach, Veränderungen gezielt und möglichst vorausschauend anzugehen. Wir setzen uns darum mit Trends und Entwicklungen frühzeitig auseinander, um möglichst gute Rahmenbedingungen zu schaffen, innerhalb denen die Veränderungen stattfinden können. Je nach Ausmass der fremdbestimmten Einflüsse ist nicht selten eine Phase der Unsicherheit und Suche nach Orientierung die Folge: Stichwort SNB-Entscheid. Gerade in dieser und ähnlichen Ausgangslagen ist es meine Aufgabe als CEO, mit allen Anspruchsgruppen offen zu kommunizieren, um so viel Stabilität wie möglich zu schaffen. Das kann beispielsweise so weit gehen, dass wir unseren Mitarbeitenden versprechen, dass niemand wegen eines Roboters seinen Arbeitsplatz verlieren wird. Das Gleiche gilt für Projekte mit Flüchtlingen und der Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen. Mit welchen Veränderungen ist PB Swiss Tools konfrontiert? Weitere Veränderungen stehen im Zusammenhang mit Industrie 4.0 bevor. Wir arbeiten immer öfter in Prozessen, die durch die Vernetzung von Mensch, Technologie und Daten bestimmt sind. Folgerichtig stehen uns immer mehr Daten und Erkenntnisse zur Optimierung und Weiterentwicklung zur Verfügung. So erkennen wir beispielsweise in der Produktion sehr rasch, aufgrund welcher Faktoren die Produktivität steigt oder sinkt, Fehlleistungen und Störungen können schneller und wirksamer korrigiert werden, beim Einrichten einer Maschine oder bei deren präventiver Wartung. Wir wissen genauer, welche Anlagen welche Stückzahlen produzieren. Das Gleiche gilt für die Schichtarbeit und den Tagesbetrieb. Das ergibt eine ganz andere Transparenz der Leistung, die durch die Kooperation von Menschen und Maschinen möglich ist. Die Visualisierung der Daten und Ergebnisse ist darum von hoher Bedeutung. In der Regelkommunikation gehen wir darum ganz bewusst darauf ein, um daraus zu lernen. Die Digitalisierung ermöglicht den Zugang zu neuen Absatzkanälen und Kommunikationsgefässen. Wir haben darum Massnahmen eingeleitet, die uns beim Umsetzen unserer Omni-Channel Strategie unterstützen. Die Fokussierung auf gezielt ausgewählte Projekte hilft uns, die Kapazität für mehr Kundendialog und Marken Präsenz einzusetzen.
PB Swiss Tools Nachwuchs an den WorldSkills auf Medaillenjagd!
Vom Emmental über uptownBasel nach Shanghai – am 12. Oktober 2022 gilt’s ernst! Noch trainiert unser Nationalteam in heimischer Umgebung. Nach der ersten Trainingsphase bei PB Swiss Tools bereiten sich Dario und Adrian jetzt an jeweils drei Wochentagen im Innovationscampus uptownBasel auf den internationalen Wettkampf vor. Doch gemessen am Vorbereitungsaufwand, den manche ausländische Delegationen treiben, mutet die Trainingsintensität des Schweizer Teams beinahe moderat an. Einige Nationalmannschaften trainieren während eines Jahres an 6–7 Tagen pro Woche – bis zu 10 Stunden täglich! Vom 12. bis 17. Oktober 2022 treffen unsere eidgenössischen Berufsathleten in Shanghai auf diese enorm starke internationale Konkurrenz aus 85 Nationen. Hochprofessionelle Vorbereitung mit Trainings und öffentlichen Testwettkämpfen Damit das Schweizer Nationalteam sich an das internationale Niveau gewöhnen kann, werden unsere Berufsathleten von einem sehr erfahrenen Trainerteam auf ihren Auftritt in Shanghai vorbereitet. Der Chef der Mission, Olivier Habegger, war bereits drei Mal Delegationsleiter an einer Berufs-WM und kennt somit die Anforderungen und das Niveau praxisnah. Zur Vorbereitung auf die WorldSkills gehören öffentliche Trainings in einem Einkaufscenter und im Technorama, aber auch ein internationaler Testwettkampf unter den D-A-CH-Ländern. Bei diesem realitätsnahen Vergleich können sich unsere Berufsathleten nicht nur mit namhaften Industrienationen messen, sondern auch Kontakte zu weiteren deutschsprachigen Teilnehmenden knüpfen. Anspruchsvolles 2-tägiges öffentliches Training in dem Einkaufscenter Gäupark Egerkingen Die vom Trainer Nicolas Godel kreierte Aufgabe – Bau und Programmierung einer Miniatur-Verpackungsanlage – war ganz schön knifflig und mit allerhand Hürden gespickt. Das Setup war eigentlich auf 3 Tage ausgelegt, musste von den Berufsathleten aber in zwei Tagen gelöst werden. Godel hatte noch zwei weitere Hürden eingebaut: Im Materialbestand wurde den Athleten statt eines Vakuumsensors ein identisch aussehender Druckmesser bereitgelegt. Zudem war die anfänglich zur Verfügung gestellte Grundkonfiguration der Steuerungssoftware für die Parametrierung eher ungeeignet. «Anhand solcher Situationen lernen die jungen Berufsleute jeden Arbeitsschritt zu hinterfragen und bei der Fehlersuche auch das vermeintlich Unmögliche in Betracht zu ziehen», begründet der Trainer augenzwinkernd seine eingeschmuggelten Erschwernisse. Praxisnahe Aufgabenstellung und authentischer Wettkampfablauf Die Bewertungskriterien sind sehr vielfältig: einwandfreie Funktionsweise in Mechanik und Programmierung Kreativität der Lösung Qualität von Aufbau und Verkabelung Sauberkeit der Arbeitsweise Sicherheit und Effizienz der Anlage Trainer Godel, gestaltete das öffentliche Training so realitätsgetreu wie nur möglich. Die Konversation vom Briefing bis zur Aufgabenbewertung erfolgte ausschliesslich in Englisch. Selbst die Rituale im Umfeld des Wettkampfs wurden 1:1 eingehalten. Die Prüfungsaufgabe, eine Anlage für die Verpackungsindustrie zu konzipieren, bauen und konfigurieren, entsprach weitgehend dem Setup der letztmaligen Austragung. Verschiedenartige Töpfchen mussten gemäss der jeweiligen auf der Steuerkonsole ausgelösten Bestellung mit unterschiedlich farbigen Deckeln bestückt werden. Dabei muss das System die Farbe und Grösse der Deckel und die Art der Gebinde sauber erkennen und die Komponenten präzise zusammenführen. Bei einer Fehlbestückung der Magazine mussten falsche Teile zurückgewiesen und aussortiert werden. Denn: Bei der Beurteilung werden auch Fehlfunktionen simuliert und die sichere Reaktion der Anlage bewertet. Kreativität, Schnelligkeit und Präzision als wichtige Erfolgsfaktoren Der Wettkampf ist auch immer ein Zeitkampf. Doch unsere Automationsathleten hatten das Zeitmanagement bestens im Griff. Die jungen Automationstalente übergaben die Anlage 5 Minuten vor Ablauf der Zeit an die Jury. «Die Präzisionswerkzeuge von PB Swiss Tools bringen mit Ihrer Passgenauigkeit und der Farbcodierung schon erhebliche Vorteile bei der Montage. Eben: „Work with the best.“», schmunzelt Dario Flükiger. «Wenn jede Sekunde zählt, bin ich dankbar, wenn ich den passenden Schraubenzieher immer griffsicher zur Hand habe, um die Komponenten zügig und präzise an den Trägerschienen zu fixieren und justieren. Und bei einer solchen Miniaturanlage sind auch unsere 30°-Winkelschrauber mit Kugelkopf eine enorme Arbeitserleichterung beim Festziehen von versteckten Innensechskantschrauben.» Engagiert auf Medaillenkurs: Riesiger Aufwand für Athleten, Angehörige, Arbeitgeber und Sponsoren. Die Palette der von den Athleten in Kauf genommenen Anstrengungen und Einschränkungen ist breit: von der zurückgestellten RS über den verschobenen Studienbeginn bis hin zu den wöchentlich mehrfachen Auswärtsübernachtungen an den Trainingstagen. Doch auch das Umfeld der Teilnehmer zieht mit. Die Arbeitgeber engagieren sich ideell und mit der Lohnfortzahlung. Die Familien – von den Geschwistern bis zum Grosi – unterstützen das Vorhaben ebenfalls nach Kräften. Die letztmaligen Goldgewinner hatten 98 von 100 Punkten erreicht. Somit unterscheiden sich die Resultate an der Spitze kaum von Skirennen: Es zählen Hundertstel! So gehört auch eine schöne Portion Glück dazu. Und das wünschen wir von PB Swiss Tools Dario Flükiger und seinem Teamkollegen bei ihrem grossen Auftritt in Shanghai. Auch in Zukunft setzt PB Swiss Tools stark auf junge Talente – wie den SwissSkills-Gewinner Dario Flükiger, der die Schweiz im Herbst an den WorldSkills vertreten wird. Dario Flükiger und Adrian Matthys lassen sich trotz vielen Besuchern im Einkaufscenter Gäupark in Egerkingen nicht von ihrer Arbeit ablenken. #Automation #WorldSkills #SwissSkills #Automatiker #PBSwissTools #WorkWithTheBest #Gäupark #DarioFlükiger #AdrianMatthys #Actemium
Roboter-Teamwork für rückschlagfreie Hämmer
Handwerkzeuge von PB Swiss Tools nutzen Profis auf allen bewohnten Kontinenten. Deren Qualität ist legendär. Auf Material- und Herstellungsfehler bietet das Traditionsunternehmen eine lebenslange Garantie. Dank einer Seriennummer auf jedem Werkzeug können sämtliche Produktionsschritte bis zum verwendeten Rohmaterial zurückverfolgt werden, was als Erfordernis für medizinische Instrumente Voraussetzung ist. Enorme Fertigungstiefe an den eigenen Standorten Produziert werden sie ausschliesslich an den beiden Emmentaler Standorten Wasen und Sumiswald. Die Fertigungstiefe ist enorm; «Swiss made» in Reinkultur: PB Swiss Tools stellt alles selbst vor Ort aus angelieferten Rohmaterialien wie etwa Stäben aus besonders gehärtetem Spezialstahl oder Kunststoffgranulat her. Entsprechend umfangreich ist der Hightech-Maschinenpark für Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie Galvanisierung, um die Bestandteile für die Werkzeuge zu produzieren. In der Fertigung der Werkzeuge selbst stehen 17 Roboter von ABB im Einsatz. «Wir entwickeln fortwährend neue Produkte für unsere Kunden, verbessern aber auch bestehende Fertigungsabläufe, um unsere Konkurrenzfähigkeit gegen Mitbewerber aus kostengünstigeren Ländern zu sichern», so Eva Jaisli, CEO von PB Swiss Tools. Wichtig sei auch, eine möglichst grosse Flexibilität in der Fertigung zu gewährleisten, da die Werkzeuge in zahlreichen Varianten produziert werden. Die Automatisierung von Arbeitsschritten hilft mit, am Produktionsstandort Schweiz festzuhalten, und ermöglicht Wachstum – auch bei der Belegschaft. «Wir beschäftigen heute deutlich mehr Mitarbeitende als noch vor acht Jahren», so Jaisli. Rückschlagfrei dank beweglichen Gewichten Zu den Verkaufsschlagern von PB Swiss Tools zählen die rückschlagfreien Hämmer. Im Hammerkopf eingearbeitete bewegliche Gewichte schwingen mit und erlauben satte, präzise Schläge ohne Rückprall. «Dafür setzen wir Unterlagsscheiben aus Stahl, die frei beweglich auf einem Stift aufgereiht sind, in den Hammerkopf ein», erklärt Heinz Kobel, Projektmanager Engineering bei PB Swiss Tools und schon 35 Jahre für das Unternehmen im Einsatz. Heinz Kobel bei der neuen OmniCore-Roboterzelle. «Diesen Produktionsschritt hatten wir bislang mit einem Roboter teilautomatisiert. Um das Fertigungstempo zu erhöhen sowie die Genauigkeit zu verbessern, haben wir uns entschlossen, dafür eine neue Roboterzelle für die automatisierte Fertigung zu konstruieren», so Kobel. Das Team von Heinz Kobel integriert und programmiert die Roboter selbst. Zwei neue ABB-Roboter in Zelle integriert Für die neue Zelle evaluierte er zwei neue Handling-Roboter, die einen bestehenden Schweissroboter in dessen eigener Zelle ergänzen. «Aufgrund unserer guten Erfahrungen wandten wir uns dafür wieder an ABB», so Kobel. «Sie schlugen uns zwei neue Roboter aus ihrem Portfolio vor – IRB 1100 und IRB 1300. Wir liessen uns von deren Vorteilen überzeugen.» Der IRB 1100 setzt die zugeführten Unterlagsscheiben präzise ein. Der im Jahr 2020 lancierte IRB 1300 ist schneller und bedeutend leichter als sein Vorgänger, der IRB 1600. Dabei bietet er eine Traglast von bis zu 11 kg. Der Ende 2018 auf den Markt gebrachte IRB 1100 ist nun der kleinste und leichteste sechsachsige Roboter von ABB. Er löste den IRB 120 ab. Beide werden mit der neuen, kompakten ABB-Steuerung OmniCore betrieben und bieten höchste Bahngenauigkeit. Erste reine OmniCore-Roboterzelle in der Schweiz «PB Swiss Tools haben als erster Kunde in der Schweiz einen IRB 1300 erworben und auch die erste reine OmniCore-Roboterzelle realisiert», so Olivier Keck, zuständiger Verkaufs -ingenieur von ABB. «Das zeigt, dass sie Innovation nicht nur in der Entwicklung neuer Werkzeuge leben, sondern auch bei der Optimierung der Fertigung zu den Vorreitern zählen.» Auch diese neue OmniCore-Zelle mit den beiden Robotern hat das Team von Heinz Kobel im Frühling 2021 selbst integriert und programmiert, unter anderem mithilfe der Simulationssoftware Robotstudio von ABB. Der kleinere der beiden Roboter in der Zelle, der IRB 1100, ist der flinke Feinarbeiter. Sein Job ist es, die automatisch zugeführten Unterlagsscheiben zu greifen und präzise einzusetzen. Dafür stellt ihm der IRB 1300 – in diesem Roboterteam der reichweitenstarke Allrounder – ein Hammerkopf-Unterteil hin, welches er zuvor an einem Sensor auf allfällige störende Stahlspäne prüft. Der IRB 1100 steckt mit seinem Vakuumgreifer zuerst einen Stift ein und schichtet dann die Unterlagsscheiben Stück für Stück auf. Die beiden neuen ABB-Roboter arbeiten Greifer in Greifer zusammen. Auch Handling für Schweissanlage und Drehmaschine Nachdem er die richtige Anzahl Scheiben eingesetzt hat, setzt der IRB 1300 das Kopfstück des Gehäuses auf und legt den Hammerkopf in eine Schweissanlage, um die beiden Teile fix verbinden zu lassen. Er legt den Hammerkopf kurz zum Auskühlen hin, um ihn dann in eine CNC-Drehmaschine zu legen, wo die Schweissnaht abgespant wird. Der IRB 1300 reicht den Hammerkopf danach noch weiter in eine angrenzende Zelle, wo ihn ein schon länger im Einsatz stehender IRB 1600 von ABB in eine zweite Schweissanlage legt. Dort wird er mit dem Stielhalter verschweisst. Das alles erledigen die drei Roboter voll automatisiert. Sieben verschiedene Grössen fertigen Den rückschlagfreien Hammer produzieren PB Swiss Tools in sieben verschiedenen Grössen, insgesamt rund 80 000 Stück pro Jahr. Das Umrüsten der Zelle auf eine andere Grösse, üblicherweise einmal pro Woche, ist in einer Dreiviertelstunde erledigt. So sieht das Innenleben der rückschlagfreien Hämmer aus. «Mit dieser neuen Zelle haben wir unser Ziel erreicht: Wir können schneller mehr qualitativ hochstehende Hämmer fertigen. Vor allem aber arbeiten die neuen ABB-Roboter überaus präzise und zuverlässig», so Kobel. «Sicherheit und Qualität stehen bei diesem Werkzeug, das etwa im Flugzeugbau oder in der Autoindustrie eingesetzt wird, an oberster Stelle.»
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